Nachricht im Juni

Immer gleich auf der Palme oder todmüde? Das kann die Leber sein!

Zur Zeit schieben wir ja gerne alles auf die Coronakrise und den damit verbundenen Stress. Der (oder das) Virus ist ja auch an ganz vielem Schuld, aber ein paar gesundheitliche Probleme gibt es ja auch noch ohne eine Zusammenhang mit COVID-19 beziehungsweise der Angst davor.

Zumindest glauben wir das. Soll heißen, man kann sich ja nie ganz sicher sein. Lassen Sie mich erklären, was ich mit diesen kryptischen Äußerungen meine.

Hatten Sie auch in letzter Zeit mal wieder Lippenherpes? Flammte eine alte Gürtelrose wieder auf? Kommt Ihnen die dauernde, lähmende Müdigkeit bekannt vor, vielleicht aus der Zeit, als Sie ein Jugendlicher mit der "Knutschkrankheit", dem sogenannten Morbus Pfeiffer waren? Möglicherweise hängt das damit zusammen, dass unser Immunsystem gerade alles Virusartige, was versteckt irgendwo in unserem Organismus überdauert hat, angreifen und vor die Tür setzen will.

Diese Gefechte bedeuten Mehrarbeit für unsere Leber. Sie soll die Trümmer wegräumen und das neben ihren vielen anderen Jobs wie Entgiftung, Eiweißaufbau, dem Bilden von ausreichend Zuckerreserven und vielem mehr. Wenn Sie jetzt zwischen extremer Reizbarkeit und ständiger Müdigkeit schwanken, könnte dies Ausdruck einer überlasteten Leber sein.

Machen Sie doch vorsichtshalber eine Leberkur nach Hildegard von Bingen! Das geht verhältnismäßig einfach und zwar so: Für die nächsten vier Wochen bringen Sie täglich in einer Hauptmahlzeit eine halbe Packung gekochter Maronen (erhältlich in jedem gut sortierten Supermarkt, steht beim Obst und Gemüse) und etwa eine viertel Fenchelknolle unter.

Natürlich gibt es noch viele andere Leberkuren, aber wenn Sie diese beiden Lebensmittel einigermaßen mögen und vertragen, können Sie in relativ kurzer Zeit auf Besserung hoffen. Und wenn Sie sich anschließend vielleicht mal wieder zum Arzt trauen, lassen Sie doch Ihr Blut untersuchen. In der Regel sind die Leberwerte top und es wird Ihnen spürbar besser gehen.

Probieren geht über Studieren! Einen wunderschönen und ruhigen Juni wünscht Ihnen

Ihre Heilpraktikerin Christina Corente

Nachricht im Mai

Selbsthilfe bei Schock, schlechtem Schlaf und Co.

Draußen leuchtet der Frühling, doch wer kann ihn gerade unbeschwert genießen? Zwar sinkt die Zahl neuer Infektionen mit dem Coronavirus in diesen Tagen in Deutschland allmählich, doch die Angst vor weiteren Infektionswellen ist groß und eine Entwarnung dieser fürchterlichen Krise damit noch lange nicht gegeben.

Wie so oft in Krisen erscheint eine Sache aussichtsreich, vor allem weil wir momentan meist ohnhin auf uns allein gestellt sind: die gute alte Hilfe zur Selbsthilfe. Verlässlich stehen uns dabei homöopathische Mittel und Schüssler-Salze zur Verfügung. Hier kommen Vorschläge, was Sie bei fünf drängenden Problemen einnehmen können:

1.) Was tun bei Schock und lähmender Angst? Wie tief uns diese Pandemie mitsamt ihren Auswirkungen getroffen hat, merkt nicht jeder in vollem Umfang. Wenn Sie sich schon einmal um ein Unfallopfer kümmern mussten, kennen Sie solche Reaktionen: Da ist vielleicht jemand vom Fahrrad gefallen, blutet möglicherweise sogar, versucht aber trotzdem gleich wieder aufzustehen und möchte weiterfahren, als ob nichts vorgefallen wäre. Manchem dämmert es erst angesichts sonderbarer Gefühle von Betäubung oder Lähmung, das er tatsächlich gerade buchstäblich starr vor Schreck ist. Wem es jetzt so geht, der kann sich in der Apotheke Aconitum in der Potenz D12 besorgen und eine Weile täglich ein bis drei Kügelchen einnehmen. Vielleicht im Wechsel mit einem anderen bekannten und bewährten Mittel: Arnika, auch in der D12.

2.) Wie können Sie wieder besser schlafen? Sehr viele Leute schlafen zur Zeit entsetzlich schlecht. Dass sich am Glas-Container die Weinflaschen türmen, zeigt, wie sich die meisten zu helfen versuchen. Doch ist das ebenso wenig eine gute Idee, wie anschließend immer noch keinen Schlaf zu finden und angeschickert bei Verflossenen anzurufen. Was Al Pacino als einsamem Polizisten im Film Sea of Love nicht gelingt, hat in der Realität nicht mehr Chancen, glauben Sie mir. Probieren Sie es lieber mit der "heißen Sieben": Gemeint sind 5-10 Tabletten des Schüssler-Salzes Magnesium phosphoricum in der Potenz D6, die Sie in einem kleinen Glas in heißem Wasser aufgelöst trinken. Ich kenne kein Mittel, das Verkrampfungen besser löst und damit können Sie abends endlich wirklich entspannen.

3.) Apropos einsam: Also das ist ja wohl gerade "die Mutter aller Probleme". Bevor Sie endlos leiden, besorgen Sie sich in der Apotheke das Mittel Camphora in der Potenz D4 oder D6. Wer im Moment das Gefühl hat, ständig zu frieren, ist mit dem Mittel ebenfalls gut bedient. Am Tag ein bis drei Kügelchen oder ersatzweise eine Tablette einnehmen.

4.) Wen die schlechten Nachrichten zuhauf gerade unbeeindruckt lassen, der muss ein echter Optimist sein. Die meisten von uns sind das wohl eher nicht, ihnen drückt das alles kräftig auf die Stimmung. Das Schüssler-Salz Kalium phosphoricum in der Potenz D6 kann da helfen. Sie nehmen es am besten nachmittags ein, genau wie die "heiße Sieben": 5 bis 10 Tabletten in heißem Wasser auflösen und trinken. Kalium phosphoricum gilt als das Schüssler-Salz für starke Nerven und genau so etwas können wir jetzt gut brauchen!

5.) Bleiben noch die vermaledeiten Existenzsorgen, die jetzt so viele Menschen plagen. Müssen Sie sich da auch fürchten, dann können Sie sich jetzt selbst mit dem homöopathischen Mittel Bryonia in der Potenz D6 aus der Patsche helfen. Zumindest schon einmal seelisch.

Alles andere wird sich schon mit der Zeit fügen. Lernen Sie, allen Unkenrufen zu trotzen und die Ohren rechtzeitig zuzuklappen. Dafür fällt mir jetzt kein Mittel ein, aber wir schaffen das - alle zusammen!

Es grüßt Sie ganz herzlich

Ihre Heilpraktikerin Christina Corente

Nachricht im April

Keine Macht dem Virus - wie sich vor allem Senioren gut schützen

Die vergangenen Tage und Wochen sind wirklich dazu angetan, uns alle vor Angst zittern, schwitzen und schlecht schlafen zu lassen: jeder Gang nach draußen gleicht einem kaum berechenbaren Abenteuer. Drinnen erwartet uns eine Dauerschleife aus düsteren Nachrichten, Langeweile und einem leicht aus dem Ruder laufenden Haushalt.

Den älteren Menschen macht das besonders schwer zu schaffen. Nicht nur, dass eine Infektion mit dem Coronavirus für sie weit ungünstiger ablaufen könnte als für viele jüngere - auch die Aussichten sind für sie schlechter: wenn die Quarantäne für alle aufgehoben werden sollte, dann erst einmal nicht für Senioren, da sind sich die Experten ausnahmsweise einmal einig.

Wie also bitte nicht verrückt werden unter diesen Umständen? Indem Sie Lebenskraft und Verstand in einem starken Team zusammenarbeiten lassen und alles mit der guten alten deutschen Disziplin ordentlich bündeln. Folgendes kleine Programm kann dabei helfen:

1.) Bitte bloß nicht in den Schmollwinkel zurückziehen. Wer sich jetzt als Senior draußen zu viel blicken lässt, fängt sich vielleicht eine Ansteckung, auf jeden Fall aber manchen unhöflichen Kommentar ein. Es stimmt schon, dass viele Menschen angesichts der Krise freundlicher werden, aber das Gegenteil gibt es leider auch. Hinzu kommt, dass gewohnte Einkaufsecken dieser Tage oft völlig anders aussehen oder plötzlich ganz neue Regeln gelten. Schenken Sie sich also wo immer möglich die ganze Einkaufs-Arie und schicken Sie junge Verwandte oder Nachbarn los. Die haben noch die Nerven dafür.

2.) Pflegen Sie Ihre Psyche! Meiden Sie das Dauerfeuer der Nachrichten, indem Sie sich höchstens ein oder zweimal am Tag über die Lage informieren. Das genügt vollauf und die ständigen Wiederholungen bringen nichts Neues, sondern zerren nur an den Nerven. Beachten Sie auf jeden Fall die 5:1-Regel: Fünf aufbauende Erfahrungen sollten eine schlechte Nachricht abfedern. Sorgen Sie also für genügend Ablenkung: Das kann schöne Musik sein, das Erstellen schöner Fotoalben, eine Bastelarbeit oder ein Bild, was Sie schon lange malen möchten. Melden Sie sich via Telefon bei alten Bekannten, puzzlen Sie oder richten Sie schön langsam den Balkon her.

3.) In der Ruhe liegt die Kraft. Dieser Spruch glänzt doch jetzt in der Frühlingssonne wie frisch lackiert. Wenn das ganze Land seine Tätigkeit herunterfährt, hat das ja auch sein Gutes, nämlich die Wiederentdeckung der Langsamkeit. Herumtrödeln ist jetzt eine Tugend! Auch wenn Sie gefühlt einen Putzanfall nach dem anderen bekommen, gönnen Sie sich unfertige Baustellen und machen Sie bei jeder Gelegenheit Pause. Und nicht vergessen: die meisten Unfälle ereignen sich im eigenen Haushalt. Wer will schon ausgerechnet dieser Tage mit einem Beinbruch ins Krankenhaus? Also immer Gemach, Gemach...

4.) Ausgedehnte Mahlzeiten wechseln sich mit ein bisschen Haushalt und Hobby ab: das klingt nach Urlaub? Prima - das ist genau die richtige Einstellung. Und Ihre Erfahrungen aus Ferien oder Rentenbeginn kommen Ihnen nun zugute - ein bisschen Struktur in den Tag zu bringen, schadet auch unter scheinbar paradiesischen Umständen nicht. Tun Sie doch so, als hätten Sie sich als bester Juwelendieb der Welt in der Karibik zur Ruhe gesetzt, dort hätten Sie ganz ähnliche Probleme.

5.) Frischluft ist gut und wichtig - aber rationiert derzeit am besten: nutzen Sie bevorzugt eigenes Terrain wie Garten oder Terrasse, das gehört Ihnen ganz allein. Horchen Sie bei Spaziergängen gut in sich hinein, wieviel tut Ihnen gut, was lässt sich relativ stressfrei bewältigen? Passen Sie jeden Gang nach draußen Ihren Bedürfnissen an und nicht umgekehrt!

So, nun vielleicht noch eine Holunder- oder Cistus-Lutschpastille am Tag, etwas Vitamin B für gute Nerven, viel Maronen und Fenchel auf den Speiseplan für eine gute Lebertätigkeit und eine gehörige Portion Optimismus: so kommen Sie auch gut durch diese Krise!

Alles Gute wünscht Ihnen Ihre Heilpraktikerin Christina Corente

Nachricht im März

Vorsorge und Versorgung bei Virenalarm

Die Furcht vor dem Coronavirus geht um – als wenn unsere heimischen Grippeviren uns derzeit nicht schon wieder genug piesaken. Auf jeden Fall gute Gründe, um sich hier einmal gemeinsam zu überlegen, wie sich dem Organismus angesichts der Virenbelastungen naturheilkundlich beistehen lässt.

Zunächst einmal kann sich ein starkes Immunsystem selbst am besten helfen. Aus der Pflanzenheilkunde kennen wir hier zur Kräftigung den Sonnenhut Echinacea (als Tropfen oder in Tabletten/ Kapselform), der allerdings erst nach einigen Wochen Einnahme seine volle Wirkung entfaltet. Zudem sollten Menschen, die zu Autoimmunenreaktionen neigen (also etwa Allergiker), seine Hilfe nicht in Anspruch nehmen, da sich ihre Beschwerden unter der Behandlung verschlimmern könnten.

Aber es gibt ja genügend Alternativen von Mutter Natur. Hätten Sie gewusst, dass beispielsweise Tee aus Ringelblumenblüten (bitte nur die Blütenblätter verwenden, nicht die bitter schmeckenden Blütenböden...) und auch Tee aus Rosenknospen oder Blütenblättern im Ruf stehen, antiviral zu wirken? Als Faustregel gilt hier ein Teelöffel Kraut auf eine Tasse. Die individuelle Menge, die Ihnen guttut, haben Sie schnell heraus. Übertreiben Sie es mit den Trinkmengen insgesamt nicht, besonders viel hilft hier nicht unbedingt viel! Vor allem fertige Teebeutel von Rosen- und Ringelblumenblüten können Sie im Reformhaus oder Bioladen kaufen, ansonsten werden Sie im Kräuterladen (sogar etwas preiswerter) fündig. Unterstützen können Sie diese Therapie, indem Sie noch einige Tabletten des Schüßlersalzes Ferrum phosphoricum dazu geben und durch Vitamin C und B-Komplex-Gaben.

Im Reformhaus, sowie in der Apotheke, erhalten Sie auch Cistus (Zistrosen-Lutschpastillen oder -spray), dem man ähnliche Wirkungen nachsagt. Cistus soll Schleimhäute generell vor Krankheitserregern schützen können. Wer einen Krankenhaus- oder anderweitigen Besuch zu erledigen hat und dazu vielleicht noch öffentliche Verkehrsmittel benutzen muss, kann sich mit einer Lutschpastille Cistus wappnen.

Die Vorsichtigen unter uns können sich zusätzlich noch die rezeptfreie Lippenherpescreme Zovirax aus der Apotheke besorgen oder auch Majorana Vaginalgel von der Firma Wala, ein naturheilkundliches Mittel gegen Humane Papilloma (HPV)-Viren. Letztere kennen vor allem Frauen vom PAP-Abstrich beim Frauenarzt/ bei der Frauenärztin. (Majoran-Gel bitte nach dem Öffnen der – neuen - Packung erst mal als Hauch beschnuppern, denn es enthält recht scharfe aromatische Öle und brennt bei manchem an den Schleimhäuten sehr!). Diese Cremes bzw. Gele lassen sich leicht etwas zweckentfremden, indem Sie sich damit die Nasenschleimhäute innen einreiben, bevor Sie unter die Leute gehen.

Zwar gehören die Grippe- und Coronaviren als sogenannte RNS-Viren einer etwas anderen Klasse an als DNS-Viren wie Herpes- oder HPV-Viren, aber einen Versuch ist es wert. Auch Zovirax bitte sparsam, nicht länger als ein paar Wochen oder nur gelegentlich verwenden, da manche Menschen mit Hauterscheinungen darauf reagieren.

Da die Grippe hierzulande seit langem jedes Jahr gerade unter den älteren Mitbürgern (von der Öffentlichkeit nahezu unbemerkt) Tausende das Leben kostet, lasse ich noch den für Heilpraktiker/ Heilpraktikerinnen sicher unorthodoxen Rat folgen, für sich eventuell ein Grippeimpfung in Betracht zu ziehen, wenn Sie wie gesagt älter und/ oder vielleicht bereits chronisch erkrankt sind. Etwaige Folgen der Impfung lassen sich homöopathisch recht gut auffangen und möglicherweise ließe sich dadurch auch der Verlauf einer Infektion mit dem Coronavirus abschwächen.

Abschließend noch ein paar Empfehlungen, wie Sie den herumfliegenden Viren am besten entgehen können. Viel frische Luft in möglichst einsamer Umgebung ist gut, um die Abwehrkräfte zu stärken, aber darüber hinaus überlegen Sie sich bei jedem Gang unter Menschen, ob er derzeit wirklich sein muss. Verzichten Sie auf jeden Fall auf Umarmungen und den sonst üblichen Händedruck. Meiden Sie Menschenansammlungen und tragen Sie, wenn Sie mit den öffentlichen Verkehrsmitteln fahren, grundsätzlich Handschuhe, mit denen Sie möglichst wenig berühren. Gewöhnen Sie sich an, sich  während einer Fahrt nicht die Augen zu reiben oder über das Gesicht zu streichen, um die empfindlichen Schleimhäute nicht zu berühren. Entsorgen Sie benutzte Taschentücher umgehend, machen Sie ohne Aufsehen einen Bogen um offensichtlich erkältete Personen und waschen Sie sich wenn und wo immer möglich, sofort und gründlich die Hände.

Vergessen Sie, wenn Sie in einem Wohnkomplex leben, die Treppengeländer nicht und reinigen und desinfizieren Sie sie von sich aus regelmäßig und gründlich. Die Geländer werden nämlich von relativ vielen Menschen angefasst und fast schon in den eigenen vier Wänden angelangt, lässt die Aufmerksamkeit bei den meisten von uns hier bereits zu sehr nach!

Haben Sie den Eindruck, dass es Sie trotz all dieser Vorsichtsmaßnahmen erwischt hat, dann melden Sie sich nach Möglichkeit telefonisch bei Ihrem Hausarzt. Niemandem ist derzeit damit gedient, wenn Sie sich auf gut Glück ins Wartezimmer setzen. Vielleicht ist Ihr Hausarzt homöopathisch bewandert, dann bitten Sie ihn auch diesbezüglich um ein Mittel.Wir Heilpraktiker-Kollegen sind im Krankheitsfall für Sie leider nicht der richtige Ansprechpartner, da wir keine Infektionskrankheiten behandeln dürfen.

Zum Trost ein letzter Tipp: Haben Sie eine Viusinfektion gleich welcher Art gerade erfolgreich überstanden, sollten Sie es besonders ruhig angehen lassen. In dieser regenerativen Phase ist das Immunsystem erfahrungsgemäß völlig geschafft und benötigt Ruhe, Schonung und nochmal Schonung und Ruhe! Wenn Quarantäne einen Sinn macht, dann in dieser Zeit.

Kommen Sie gut durch diese aufgeregten Wochen.

Es grüßt Sie sehr herzlich Ihre Heilpraktikerin Christina Corente

Nachricht im Februar

HPU - Macht dieses wenig bekannte Syndrom Sie krank?

Rätselhafter Reizdarm, geheimnisvolle Hashimoto-Krankheit, unspezifische Gelenkbeschwerden oder Zyklusstörungen bis hin zur Unfruchtbarkeit: steckt womöglich ein mit den Anfangsbuchstaben "HPU" abgekürztes chronisches Leiden hinter vielen solcher sonderbarer und unaufgeklärter Symptomkomplexe? Nun machen Zungenbrecher wie Hämopyrrollactamie oder Hämopyrrollactamurie nicht gerade Lust darauf, sich näher mit der Stoffwechselschwäche zu befassen. Hat man sich an diesen Begriffen aber erst einmal vorbeigetraut, wird die Sache richtig spannend.

Worum es bei der HPU geht, ist vergleichsweise schnell erklärt: eine eigentlich leichte Störung bei der Blutbildung, die sowohl angeboren als auch durch Umweltbelastungen verursacht sein kann. Dabei kann der Körper eine gewisse Menge fehlerhaft gebildeten Blutfarbstoffs nur dann entsorgen, wenn er sie an lebenswichtige Stoffe wie Vitamine, Magnesium, Zink oder Mangan bindet und später mit dem Urin ausscheidet. Die Ausscheidungsträger fehlen dem Organismus dann jedoch - und können auch durch eine noch so gesunde Ernährung nicht ausgeglichen werden. In der Folge entsteht ein langfristiger Vitamin- und Nährstoffmangel, der sich am besten durch Ergänzung der entsprechenden Substanzen beheben lässt.

Das können Sie kaum glauben? Und halten das Ganze am ehesten für eine PR-Strategie der Nahrungsmittelergänzungs- Industrie? Mir selbst ist es da nicht anders gegangen. Nur um ganz sicher zu gehen, hatte ich mich für ein paar Wochen entschieden, in Eigenregie den Vitamin B-Komplex sowie Magnesium und Spurenelemente wie Zink und Mangan zusätzlich zum Essen zu ergänzen. Damit ging es mir erheblich besser. Sogar die trockenen Schleimhäute, mit denen man als Frau jenseits der Wechseljahre immer leben zu müssen meint, fühlten sich merklich gesünder an. Als ich dann auch noch allgemein leistungsfähiger wurde, begann ich mich für Ilka Jessen-Tietgen zu interessieren - eine Kollegin aus Kiel, die aus ihrer eigenen Betroffenheit heraus zur Vorreiterin in Sachen HPU geworden ist.

Was Frau Jessen-Tietgen sagt, macht Mut. Zwar lässt sich der Stoffwechsel mit den von ihr empfohlenen Maßnahmen vielleicht nicht im landläufigen Sinne "heilen", dafür kann man lernen, mit der Schwäche gut umzugehen und wird manche Unsicherheit in Bezug auf die eigene Gesundheit los. Da wir alle hinsichtlich des HPU-Syndroms noch Pioniere sind und die Anerkennung bei Heilpraktiker-Kollegen und Schulmedizinern noch auf sich warten lässt, gebe ich - quasi als Hilfe zur Selbsthilfe - Ilka Jessen-Tietgens Erfahrungen hier weiter: Sie arbeitet nach eigener Aussage seit Jahren mit einem Institut in den Niederlanden gut zusammen, dem Klinisch Ecologisch Allergie Centrum, kurz KEAC. Auf deren Website kann man einen Fragebogen zum Thema ausfüllen, einen Test bestellen und später gegebenenfalls ergänzende Mittel erwerben.

Wer das Angebot nicht gleich annehmen möchte, kann es machen wie ich und ergänzt die Stoffe für eine Weile selbst. Nur überschreiten Sie bitte nicht vor lauter Eifer die empfohlenen Obergrenzen für die Ergänzungsmittel!

Einen schönen Februar wünsche ich Ihnen. Passen Sie gut auf sich auf!

Ihre Heilpraktikerin Christina Corente

Nachricht im Januar

Statt guter Vorsätze: Hörseminare mit Dr. Beate Latour

Da ich Hörbücher immer schon mochte und Lust und Konzentration bei mir inzwischen kaum noch ausreichen, um dicke Fachbücher am Stück zu wälzen, stieß ich irgendwann auf die Vorträge von Dr. Beate Latour. Über die Jahre schätze ich die Beiträge dieser Homöopathin, Ärztin und Schamanin hauptsächlich aus drei Gründen sehr. Frau Latour erzählt...

1.) ... immer verständlich. Ich kenne eigentlich sonst niemanden, der schwere Themen so schnörkellos und völlig unakademisch an den Homöopathen und damit auch an den Laien bringen kann. Zu meiner Freude fand ich viele ihrer Beiträge auf der folgenden Liste der Seite des Verlags für Homöopathie und Symbol unter der Adresse https://www.homsym.de/Download/Beate_Latour_Vortraege.pdf (Bitte Adresse in den Browser kopieren) aufgeführt.

Für Laien funktioniert das Ganze, weil sie einfach allen, denen homöpathische Mittel nichts sagen, bei deren Erwähnung empfiehlt, die Ohren zu schließen und das geht. Ich mache es selbst so, wenn sie tiefer in den Schamanismus einsteigt, da mir dort der Bezug fehlt. Klappt prächtig und verstehen kann man auch so nahezu alles!

2.) Sie erzählt immer offen und ehrlich. Wer schöpft nicht irgendwann Verdacht, wenn in der Behandlung von Menschen immer alles glatt zu laufen scheint und sich Erfolg an Erfolg reiht. Und dennoch haben Schilderungen von Behandlungen, die nicht zum gewünschten Erfolg geführt haben, auch unter Naturheilkundlern Seltenheitswert. Frau Latour kennt da keine Berührungsängste, sie schildert Pannen oder späte Siege ihres Heileralltags ebenso wie Erfolge. Und was soll ich sagen, so viel Offenheit schafft Vertrauen, nicht zuletzt in die Naturheilkunde insgesamt. Frau Latour erzählt eben aus dem wahren Leben und da wird es...

3.) ... nie langweilig. Mit Frau Latours Freude und Anteilnahme am Geschick ihrer Mitmenschen und auch an schwierigen Entwicklungen gerät das Leben wieder zum Abenteuer und gibt auch unerwarteten Wendungen jede Menge Raum. Eine solche Haltung steckt an, auch und gerade dann,wenn sich die Wege des Schicksals wieder einmal als extrem holprig erweisen.

Genug geschwärmt, denn beim Hörerlebnis muss für jeden selbst ja zunächst die Akustik stimmen. Deshalb hören Interessierte bitte vorab erst einmal in die zu jeder CD und zu jedem Download angebotenen Hörproben (hier ein Beispiel für die CD: Suche nach dem Glück- Genussmittel) hinein (Falls der Link nicht funktioniert, Adresse ins Browser-Suchfeld kopieren: https://www.homsym.de/krueger-andreas-latour-beate/die-suche-nach-dem-glueck-eine-homoeopathische-reise-durch-die-genussmittel/2041). Stimme und Tonart müssen für Sie stimmen, dann gibt es zu etlichen Themen Beiträge zur Auswahl, die nicht alle unbedingt Homöopathie im Titel tragen. So geht es etwa einmal um das Thema Herz, ein anderes Mal um Beziehungen - „Bessere Hälfte“ - wo sich Frau Latour mit Kollegen in der Unterhaltung abwechselt. Auch schön, denn so lernen Sie noch andere Referenten kennen, wie zum Beispiel Andreas Krüger, der in Berlin eine Heilpraktiker-Schule leitet oder die ehemalige Opernsängerin Rosina Sonnenschmidt.

Ein wunderbares Jahr 2020 wünscht Ihnen Ihre Heilpraktikerin Christina Corente

Nachricht im Dezember

Fünf Tipps bei Reizblase

Noch nicht enzündet, aber dauerhaft gereizt – bis hin zur Inkontinenz quält die Blase im Alltag viele Menschen. Die gute Nachricht: Der Spuk lässt sich meist stoppen.

Nein, es ist nicht wie bei einer Blasenentzündung“, erklärte meine selbst schon ganz gereizt wirkende Patientin. Sie verspürte kein Brennen in der Harnröhre, der Urin würde auch nach heftigem Drang auf der Toilette nicht bloß tröpfeln und es seien auch keine Blutbeimengungen darin zu erkennen. Beim Arzt war sie auch: Hinweise auf Erreger oder eine Entzündung gebe es nicht.
Dennoch wurde sie von ihrer Blase fast permanent gequält. Durch schmerzhaften Druck vor und während des Wasserlassens und von der Toilette komme sie manchmal gar nicht mehr herunter. Der Urinstrahl sei zwar dünn, höre dafür aber kaum wieder auf. „Oder er kommt in leise schwappenden Wellen – als ob sich dann meine Harnröhre nicht mehr ganz zusammenziehen kann!“, schilderte die Patientin ihre Beschwerden.
Zuweilen kam ihr der eigene Unterleib wie betäubt vor. Ganz schlimm wurde es in Konferenzen, die der attraktiven, 50-jährigen Unternehmerin zunehmend zum Albtraum gerieten. „Es reicht ein Niesen oder ein Witz, bei dem ich laut lachen muss – schon kann etwas in die Hose gegangen sein!“ Wie früher auf dem Schulhof lief sie auch an warmen Tagen mit einem Pulli oder einer Jacke um die Hüften geschlungen herum.

Nach Grunderkrankungen fahnden und Arzneien überprüfen

Die Patientin lebt mit einer Reizblase, auch überaktive Blase genannt oder als Drang- beziehungsweise Urge-Inkontinenz bezeichnet. Sie teilt dieses Schicksal mit Millionen Menschen im Land, vor allem Frauen jenseits der Wechseljahre und jungen Müttern, bei denen sich die ausgedehnte Beckenbodenmuskulatur noch nicht wieder zurückgebildet hat. Aber auch manche Männer kennen das Phänomen, etwa wenn sie als Kind ein Trauma erlitten haben.

Die Ursachen für eine Reizblase können vielfältig sein. Sinkende Östrogenspiegel nach den Wechseljahren führen häufig dazu, dass die Muskeln rund um Scheide und Harnröhre erschlaffen und Schleimhäute schlechter durchblutet werden. Auch die Gebärmutter kann sich abgesenkt haben und auf die Blase drücken. Und nicht zuletzt stört stressbedingte Nervosität die Regulierung der Blasennervatur erheblich. Besonders häufig dann, wenn diese sich schon seit der frühen Kindheit schlecht abstimmen konnte, da die Windelentwöhnung zu früh eingefordert wurde. Viel zu rasch werden dann Reize der anliegenden Nerven weitergeleitet, obwohl die Blase noch lange nicht voll ist.

Immer sinnvoll ist es, die Ursachen medizinisch abklären zu lassen. Bisweilen stecken Blasensteine oder Nierenerkrankungen hinter dem nervösen Störfeuer, selten auch eine Herzschwäche, ein unentdeckter Diabetes oder äußerst selten Erkrankungen des Nervensystems wie eine multiple Sklerose. Erfolgt dann eine Therapie der Grunderkrankung, lindert dies in der Regel auch die Blasenbeschwerden.

Die Patientin allerdings spürte die Lösung ihres Problems ausgerechnet an dieser Stelle auf - indem sie nämlich den Beipackzettel ihres Bluthochdruck-Medikaments genau studierte. Nachdem sie darin etwas über die Möglichkeit vermehrten Harndrangs nach der Einnahme las, wechselte sie in Abstimmung mit ihrem Arzt zu einem neuen Präparat, was ihre Situation deutlich verbessert hat.

Aber auch wenn sich medizinisch oder medikamentös kein Grund findet, muss sich niemand mit einer Reizblase abfinden. Folgende fünf Tipps sorgen meist schnell für Abhilfe:

1.) Cranberries und Kürbiskerne in den Speiseplan einbauen.

Zwei bis drei Cranberries – das sind die großen, rötlichen „Schwestern“ der Rosinen, aus den USA importiert und hierzulande noch nicht so bekannt – lassen sich in der Handtasche verstauen oder kurz verzehren, bevor man das Haus verlässt. Das enthaltene Tannin darin schützt die Schleimhäute und hilft wirklich, die Blase dicht zu halten. Dazu schütten Sie ein bis zwei Esslöffel Kürbiskerne täglich übers Müsli. Die Mineralien darin – hauptsächlich Kalium, Kalzium und Magnesium - stärken die Zusammenarbeit von Nerven und Muskeln. Auch viel Obst und Gemüse am Tag hilft, die Blasenwände zu stärken und vor Infektionen zu bewahren. Der Grund: ein Stoff namens Betacarotin, der besonders in roter Paprika zu finden ist.

2.) B-Vitamine helfen, die Nerven besser zu regulieren.

Die oben erwähnten nervösen Störungen lassen sich durch Vitamine des B-Komplexes gut beheben. Natürliche Quellen dafür sind Sonnenblumenkerne, Walnüsse, Naturreis und Vollkornbrot. Vorübergehend können Sie sich auch mit einem entsprechenden Präparat aus der Apotheke behelfen. Nach einer Woche vorschriftsmäßiger Ergänzung mit dem Vitamin B-Komplex sollte sich die Situation allmählich entspannen.

3.) Richtig trinken: Wasser bis 14 Uhr, Kräutertee bis 16 Uhr.

Über die richtige Trinkmenge bei Blasenstörungen wird viel gestritten. Betroffene trinken oft viel zu wenig aus der Logik heraus, dass ihren Körper nicht verlassen kann, was sie nicht zu sich genommen haben. Bezahlen müssen sie das häufig mit noch schmerzhafteren, weil trockenen Schleimhäuten. Häufig liest man auch, dass besonders viel zu trinken gut wäre, um die Muskeln und Nerven gezielt zu trainieren. In der Praxis bewährt sich das leider meistens nicht.
Meine Empfehlung: Trinken Sie bis mittags ausreichend viel Wasser, denn zu dieser Zeit kann der Körper zugeführte Flüssigkeit tatsächlich am besten bewältigen und optimal verteilen. Ein Teil des Wassers lässt sich durch Cranberrysaft ersetzen, so trauen Sie sich durch die günstige Wirkung auf die Schleimhäute auch wieder aus dem Haus. Kräutertee sollten Sie bis etwa 16 Uhr genießen, danach wollen die Nieren nicht mehr ständig ausscheiden müssen. Achten Sie aber darauf, keine Kräuter mit diuretischer Wirkung zu sich zu nehmen: Also erstmal kein Zinnkraut, keine Brennnessel- oder Birkenblätter! Lieber Goldrute, Rose oder Ringelblume verwenden.

4.) Die Angst besiegen durch spezielle Einlagen.

Blasenstörungen machen ängstlich. Die Befürchtung, den Urin nicht halten zu können, ist oft viel größer als das reale Ausmaß der Inkontinenz. So war es auch im Fall der oben erwähnten Patientin, die nur selten tatsächlich mit einer feuchten Hose nach Hause kam. Durch spezielle Urineinlagen, die sich umstandslos auch im Internet bestellen lassen und in einem neutralen Paket angeliefert werden, lässt sich der Lage rasch Herr beziehungsweise Dame werden. Das Material dieser speziellen Einlagen ist heutzutage so dünn, dass sich an der Hose nichts abzeichnet. Trotzdem halten sie dicht. Adé, Angst! Aber, Achtung: normale Slipeinlagen oder Vorlagen für die Regel dürfen Sie nicht verwenden, sie sind für unser Problem nicht konstruiert!

5.) Hormonlage sanft ausgleichen.

Wie eingangs erwähnt, sind schlecht durchblutete Schleimhäute und erschlaffende Muskeln vielfach durch einen schlechten Hormonstatus bedingt. Besonders sanft lässt sich die Situation durch das Trinken einer täglichen Tasse Lindenblütentee ausgleichen (bis 16 Uhr!). Über Linderung bei Erkältungen weit hinaus sind Lindenblüten in der Lage, den Homonhaushalt sanft und nachhaltig zu harmonisieren. Natürlich dauert es seine Zeit, bis der Körper darauf anspricht. Viele Heilpraktiker und Ärzte haben ihre Methoden, den Hormonstatus zu bestimmen und Fehlendes durch äußerlich aufgetragene Salben und Cremes zu ersetzen. Schlägt die Therapie gut an, können sich betroffene Frauen meist zugleich wieder über ein erfüllteres Sexualleben freuen.

Natürlich gibt es darüber hinaus noch etliche Möglichkeiten, wie sie sich helfen können, bevor Sie vielleicht auch schulmedizinische Verfahren wie einen operativen Eingriff in Betracht ziehen, bei denen ein einzusetzendes Kunststoffband die Harnröhre zu verschließen hilft (Stichwort TVT (Tension free Vaginal Tape)-Operation): Sie können Beckenbodengymnastik in einem Kurs erlernen, einen Homöopathen aufsuchen (Cantharis, Rhus toxicodendron oder Causticum sind beispielsweise bewährte Mittel), es einmal mit Akupunktur versuchen oder ein Tagebuch führen, mit dessen Hilfe Sie feststellen, welche Faktoren speziell bei Ihnen das Problem verschlimmern. Nur eines sollten Sie keinesfalls in Betracht ziehen: Der Sache einfach ihren Lauf zu lassen...

Schöne Weihnachten und einen guten Rutsch ins Jahr 2020 wünscht Ihnen Ihre Heilpraktikerin Christina Corente

 

Nachricht im November

Warum es oft nötig ist, Vitamin D zu ergänzen

Nicht nur das spärlich werdende Tageslicht ist schuld, dass wir zu wenig von dem „Sonnenvitamin“ abbekommen. Meist reicht auch die Aufnahme durch das Essen nicht, was Folgen für die Gesundheit haben kann

Die Theorie rund ums Vitamin D ist kompliziert und gefürchtet, was bereits damit beginnt, dass es sich dabei streng genommen um ein Hormon handelt. Hormon deshalb, weil der Organismus normalerweise in der Lage ist, die Substanz mit Hilfe von Sonnenlicht zu etwa 90 Prozent selbst zu bilden, während ein Vitamin ja per Definition nur von außen zugeführt und nicht selbst gebildet werden kann.

Obwohl die Versorgung über das Essen nur zu rund zehn Prozent erfolgt, bleiben wir aber gern beim traditionellen Namen Vitamin D, da Zungenbrecher wie Calcitriol (für aktives Vitamin D) oder Cholecalciferol (für die Vorstufe Vitamin D3) die Situation nicht verbessern, sondern uns eher noch mehr verwirren. Zumal sich einzig ein weiterer Vorläufer des „Vitamins“ – das Calcidiol oder kurz 25-OH-Vit.D – als speicherbare Form im Blut für Messungen eignet. Na, alles klar? - Der Begriff Vitamin D ist also zwar nicht ganz richtig, aber man kann ihn sich immerhin noch merken.

Weshalb ist Vitamin D für uns wichtig?

Michael F. Holick, der US-amerikanische Medizin-Professor, der die aktive Form des Vitamin D (Calcitriol) entdeckt hat, fand heraus, dass Stoffwechsel-Bestandteile des Vitamins nicht nur in Leber, Niere oder Haut gebildet werden, sondern grundsätzlich von allen Zellen des Körpers metabolisiert werden können.

Wahrscheinlich ist das deshalb so, weil der Organismus die Substanz auch überall braucht. So ist Vitamin D an der Bildung von Eiweißen beteiligt und damit an der Steuerung zahlreicher Gene. Eine Schlüsselrolle nimmt der Stoff bei der Knochenmineralisierung ein, indem er die Aufnahme von Kalzium und Phosphat aus dem Darm und deren Einbau in die Knochen fördert.

Dennoch ist ein Vitamin-D-Mangel nicht etwa sofort an zu wenig Kalzium im Blut zu erkennen. Denn der Körper gleicht einen Kalziummangel zunächst aus, indem er vermehrt das von den Nebenschilddrüsen bereit gestellte Parathormon, auch kurz PTH, ausschüttet (Merksatz:"Parathormon stellt Kalzium im Blut parat“).

Das PTH garantiert einen konstanten Kalziumspiegel im Blut, indem es Kalzium aus den Knochen entnimmt, dessen Ausscheidung über die Nieren verhindert und die Vitamin-D-Bildung anzukurbeln versucht. Funktioniert das nicht und wird der Mangel allmählich manifest, diskutieren Ärzte und Forscher seit längerem Zusammenhänge zu chronischen Erkrankungen wie Bluthochdruck, Osteoporose, Diabetes, Herzkrankheiten oder sogar Krebs.

Woher kommt der Vitamin-D-Mangel im Winter?

Für die Eigensysnthese von Vitamin D wird eine UV-B-Strahlung der Wellenlänge 290 bis 315 Nanometer benötigt, was in unseren Breiten ganzjährig nicht zu erreichen ist. Nur von März bis Oktober ist eine ausreichende Versorgung über die Haut möglich, solange man sich rund eine Stunde täglich nicht zu umfassend bekleidet im Freien aufhält (zumindest Gesicht und Arme sollten dabei unbedeckt sein). Dann kann der Körper das Vitamin wie alle fettlöslichen Vitamine (Merkhilfe: EDeKA – die Vitamine E, D, K und A sind fettlöslich) theoretisch im Fett- und Muskelgewebe für das Winterhalbjahr speichern.

Viel Bewölkung und Regen im Sommer, zu viele Aufenthalte in geschlossenen Räumen, aber auch die mit dem Alter nachlassende Fähigkeit, Vitamin D selbst herzustellen, können die ausreichende Produktion und Speicherung für den Winter verhindern und zu einer Mangelsituation beitragen. Ein erhöhtes Risiko für einen Mangel haben außerdem Menschen mit chronischen Magen-Darm-, Leber- oder Nierenerkrankungen, sowie Patient/innen, die dauerhaft Medikamente wie beispielsweise Antiepileptika oder Zytostatika einnehmen müssen.

Zwar enthalten Lebensmittel wie Eier, fetter Seefisch, Speisepilze oder auch Innereien nennenswerte Mengen an Vitamin D. Diese eignen sich jedoch häufig aus anderen Gründen nicht für einen regelmäßigen Verzehr in den erforderlichen Portionen.

Wie lässt sich feststellen, ob ein Mangel besteht?

Für die Bestimmung des Vitamin-D-Spiegels im Blutserum eignet sich wie oben erwähnt die Speicherform Calcidiol, auch kurz 25-OH-Vit.D genannt. Als sogenannte IGeL-Leistung (Individuelle Gesundheitsleistung) muss der Patient/die Patientin die Kosten dafür bei Ärzten genauso wie bei invasiv arbeitenden (wie etwa Blutproben entnehmenden oder neuraltherapeutisch spritzenden) Heilpraktikern selbst aufbringen, sie liegen zwischen 20 und 30 Euro. Der Wert lässt sich nur dann sicher bestimmen, wenn der Patient/die Patientin vor der Blutabnahme (meist im Rahmen eines kleinen oder großen Blutbildes) zwölf Stunden lang nüchtern geblieben ist.

Verwirrenderweise kann eine von zwei unterschiedlichen Einheiten auf den Befundbögen angegeben sein: einmal findet sich das Ergebnis in Nanomol pro Liter (kurz nmol/l) wiedergegeben, daneben gibt es aber auch die Angabe in Nanogramm pro Milliliter (kurz ng/ml). Für die Umrechnung kann man den in Nanomol pro Liter angegebenen Wert durch 2,5 teilen, das ergibt dann den Wert in Nanogramm pro Milliliter.

Grob gesagt gehen aktuelle Richtlinien von einer Mangelsituation aus, wenn der gemessene Wert unter 20 Nanogramm pro Milliliter fällt (das entspricht 50 Nanomol pro Liter). Genauere Informationen zu möglichen Ergebnissen und den damit einhergehenden Gesundheitsrisiken liefert unter dem Link des Robert-Koch-Instituts eine Tabelle zu dem Punkt „Wie wird der Vitamin-D-Status bestimmt und beurteilt?“.

Wie sieht eine sinnvolle Ergänzung mit Vitamin D aus und kann man auch überdosieren?

Aktives“ Vitamin D (Calcitriol) und dessen Vorstufe Vitamin D3 (Cholecalciferol) können vom Körper in etwa gleichermaßen gut aufgenommen werden. Da aber das „aktive“ Vitamin D rasch zerfällt (Halbwertszeit circa zwei Stunden) und der Organismus es problemlos aus der Vorstufe Vitamin D3 herstellen kann, wird meist mit Vitamin D3 (Cholecalciferol) substituiert.

Beliebt sind die Darreichungsformen als Tropfen oder Lutschdrops, entweder täglich (gängige Mengen sind 1000 I.E., also Internationale Einheiten) oder auch sogenannte Wochendepots, wobei einmal in der Woche 5600 I.E. auf-, beziehungsweise eingenommen werden.

Mehr sollte man auch bei offensichtlichem Mangel nicht zu sich nehmen, da es tatsächlich akut oder schleichend zu einer schädlichen Überdosierung kommen kann (wie übrigens bei allen fettlöslichen Vitaminen!). Bei einer übermäßig hohen Einnahme drohen zu hohe Kalziumspiegel im Blut (Hyperkalzämie), welche Übelkeit, Appetitlosigkeit, Bauchkrämpfe und Erbrechen verursachen können oder in schweren Fällen zu Nierenschäden, Herzrhythmusstörungen und Bewusstlosigkeit bis hin zum Tod führen können. Überschreiten Sie also bitte unter keinen Umständen die angegebenen Ergänzungsempfehlungen.

Einen gut versorgten November wünscht Ihnen Ihre Heilpraktikerin Christina Corente

Nachricht im Oktober

Mit Cranberries Blasenschwäche vorbeugen

Viele Menschen kennen Cranberries, die größeren dunkelroten Schwestern der Rosinen, gar nicht. Diese Trockenfrüchte aus den USA sind bei uns noch nicht sehr verbreitet. Ihr Genuss lohnt sich besonders für all jene, die an einer schwachen Blase leiden. Wer sich kaum noch aus dem Haus traut, weil bei der geringsten Druckbelastung wie beim Lachen oder Niesen etwas in die Hose geht, dem können Cranberries dabei helfen, den Urin zurückzuhalten.

Erfahrungsgemäß ist die Generation 50 plus häufig von Blasenschwäche betroffen, meistens Frauen, aber auch frischgebackene Mütter, wenn die Rückbildung der ausgedehnten Muskulatur auf sich warten lässt. Und auch Männer kennen das Problem, etwa wenn sie als Kind ein Trauma erlitten haben.

Vor der befürchteten Inkontinenz (so das Fachwort) können bereits zwei oder drei zerkaute Cranberries schützen. Warum und wie die sauren Trockenfrüchte den Schließmuskel der Harnröhre stabilisieren, ist nicht bekannt, was den meisten Betroffenen egal sein dürfte. Hauptsache ist, dass es hilft!

Sind keine Cranberries zur Hand oder ist der Harn überhaupt nicht mehr aufzuhalten, sind spezielle Einlagen notwendig. Aber Achtung: normale Slipeinlagen oder Regelvorlagen können nicht verwendet werden. Hier brauchen Sie wirklich extra Urineinlagen aus dem Fachhandel, die es auch im Internet gibt. Diese sind zwar nicht ganz preiswert, schenken aber Sicherheit, indem sie viel Feuchtigkeit auffangen, ohne dabei durchzunässen.

Zu guter Letzt bleibt noch die Möglichkeit, sich vom Homöopathen helfen zu lassen.Rhus toxicodendron, Cantharis oder Causticum beispielsweise sind bewährte Mittel bei Blasenschwäche.

Einen goldenen und möglichst trockenen Oktober wünscht Ihnen Ihre Heilpraktikerin Dr. Christina
Corente

Nachricht im September

Nüsse besser in Wasser quellen lassen

Studentenfutter wird zu trocken genossen und auch angebraten ist das Potenzial von Nuss und Co.nicht ausgeschöpft

Die Walnuss, die Haselnuss oder auch die teure und edle Macadamia sind botanisch „echte“ Nüsse, weil bei ihnen eine dreischichtige, verholzte Wand den Samen umschließt. Aber landläufig meinen wir mit „Nuss“ natürlich auch Cashewnüsse (Samen in „Scheinfrüchten“, wo verschiedene Pflanzenteile eine Schale ausbilden), Mandeln (bei denen Fruchtfleich die „Steinfrüchte“ umgibt), Sonnenblumenkerne (Früchte - „Achänen“ - der Sonnenblume) oder Pinienkerne („nackte“ Samen des Nadelbaums Pinie).

All diesen „Nüssen“ ist gemein, dass sie prinzipiell keimfähige Samen darstellen. Und jeder, der schon einmal bei der Garten- oder Balkonarbeit Pflanzen aus Samen selbst gezogen hat, kann bestätigen, dass die Samen meist besser keimen, wenn sie zuvor in Wasser eingeweicht worden sind. Denn die Natur ist sparsam und verhindert im trockenen Zustand durch sogenannte „Enzymhemmer“ einen ungünstigen, sprich wasserarmen Start ins Leben.

Enzymhemmer machen die „Nervennahrung“ jedoch trocken schwer verdaulich. Beim „Studentenfutter“ kommen dann noch die hochkonzentrierten Trockenfrüchte hinzu, welche den Körper versäuern. Das ist auch zu berücksichtigen, wenn für asiatische Gerichte neben Gewürzen auch etwa Cashewnüsse und Rosinen mit angebraten werden sollen. Schmeckt gut, geht schnell, nützt dem Organismus aber wenig.

Also lieber raus aus der Tüte oder Schale mit Nüssen und/oder Trockenfrüchten – und am besten über Nacht damit ins Wasser (mindestens aber ein bis drei Stunden lang) und darin quellen lassen. Anschließend gut abspülen (das entfernt auch Schadstoffe) und idealerweise klein geschnitten über einen grünen Salat gegeben. Der Grund: Die in den Nüssen enthaltenen, kostbaren Fettsäuren brauchen neutralisierende „Gegenspieler“, um nicht einseitig zu viel Säure zu produzieren. Das schafft Obst, ein grüner Salat oder grünes Gemüse.

Ihre Heilpraktikerin Christina Corente
Quelle: Rosina Sonnenschmidt, Band 9 der Schriftenreihe Organ-Konflikt-Heilung: Gehirn und Nervensystem

Nachricht im August

Eistee mal anders

Wer Lindenblütentee – ob eigenhändig gesammelt oder im Kräuterhaus erstanden – bloß als Mittel bei Erkältungen kennt und verwendet, unterschätzt diesen Heiltee gewaltig.

Natürlich kann er auch die lästigen Begleitbeschwerden einer Sommergrippe, wie übermäßiges Schwitzen, Verlegung der Bronchien, Schnupfen, Halskratzen etc. lindern helfen – doch das passiert, weil Lindenblütentee scheinbar allgemein das Zusammenspiel des Körpers harmonisiert.

Wie er das schafft, bleibt einstweilen sein Geheimnis, denn groß Studien gibt es dazu nicht. Die Hormonlage könne er ausgleichen, vermuten Naturheilkundige, die ihn sehr hoch schätzen.

Man kann sogar versuchen, ihn gegen die berüchtigten Hitzewallungen einzusetzen, die vor allem die Frauen jenseits der Wechseljahre ganz arg quälen können, besonders in der Nacht und bei diesen eh schon extremen Temperaturen.

Wer jetzt an heißen Tee noch nicht mal denken mag, lässt den Lindenblütentee vielleicht einfach stehen und genießt ihn später mit etwas Zitrone und Eiswürfeln als Eistee.

Unerschrockene, die ihn gleich heiß trinken, schwitzen kurz, aber kontrolliert. Und dann: pures Wohlgefühl...Prost! Auf einen schönen August stößt symbolisch mit Ihnen an

Ihre Heilpraktikerin Christina Corente