Nachricht im Mai

Ausgeglichener leben dank Hobbypflege!

Was für die Schauspielerin Cameron Diaz wohl der Sport war (mit dem sie sich praktischerweise ihre Topfigur sicherte), soll für ihre Kollegin Selena Gomez das Aufspüren von alten Häusern sein, in denen es angeblich spukt...

Viele Menschen sind neben ihrem oft stressigen Leben auf der Suche nach Ausgleich. Ein Steckenpferd nannten es unsere Großeltern herrlich altmodisch. Auf jeden Fall eine Beschäftigung, welche in der Regel einzig durch die Fähigkeit lebt, Begeisterung zu erzeugen.

Was soll das? könnte man da sofort einwenden - wer hat denn heutzutage bitte dazu noch Zeit? Und was heißt denn überhaupt Ausgleich? Beim Sport versteht man ja noch, dass er zum Beispiel die zahllosen Stunden vor dem Bildschirm kompensieren kann, aber Spukhäuser anschauen? Nicht allen leuchtet sofort ein, wie die Pflege eines Steckenpferds funktioniert.

Bei mir schwanden die Bedenken beim Ausprobieren. Vor gut einem Jahrzehnt begann ich damit, morgens im Bett Geschichten zu verfassen, und jetzt, wo ich daraus Hörbücher mache, vertieft sich der Zauber noch.

Mich faszinierte, wie absichtslos, unkritisch und spielerisch ich vor mich hin tippte und wie es sofort gelang, mit einfachsten Mitteln etwas zu schaffen. Eine Erkenntnis, die sich einem nicht unbedingt von selbst erschließt in einer Zeit, in der einen zum Beispiel vergessene Passwörter sofort daran erinnern, was alles nicht geht. Und genau dieses frohe Schaffen in der Freizeit macht ganz viel angesammelten Frust einfach vergessen und schützt darüber hinaus davor, sich zu viele schlechte Nachrichten anzusehen.

Das war, was ich fühlte. Mit dem Verstand stellte ich fest, wie mein Selbstbewusstsein stieg. Vermutlich hängt das damit zusammen, dass bei einem Hobby jede Lorbeere auf dem eigenen Mist gewachsen ist, genauso wie auch jeder Irrtum. Komischerweise spornt das längerfristig eher an, es hilft Hemmschwellen abzubauen und ständig dazuzulernen.

Und niemand kann einen mehr so leicht ins Bockshorn jagen, wie diese Leute, die gut darin sind, einem ein schlechtes Gewissen zu machen, weil man angeblich viel mehr tun könnte (in der Regel für sie natürlich). Und überhaupt: wie viel mehr Respekt verschafft es einem und wie anders klingt ein lässiges "Da kann ich leider nicht, bin beschäftigt!" als der Hinweis, wie sehr man sich immer für andere einsetzt mitsamt der jammervollen Frage, wann und wo man davon endlich etwas zurückbekommt.

Nicht zu vergessen: die meisten Steckenpferde kosten wenig, Zeit und Geduld natürlich ausgenommen. Um loszulegen braucht ein Hobbyschreiberling wie ich nicht erst einen großen Verlag, ein/e Hobbymusiker*in kein teures Tonstudio mehr. Es reicht ein Laptop, auf dem sich jede/r voller Leidenschaft alles selbst und ohne Druck zurechtpusseln kann. So gesehen leben wir in wirklich großartigen Zeiten, die wie gemacht sind für Dinge, die Spaß bereiten.

Auch toll: Beim Hobby kann man feste Rollenmuster verlassen! Kein Fußballfan muss den Ball höchstpersönlich treten um mit "seinem" Verein mitzufiebern, ganz gleich, ob im Job ohne ihn oder sie sonst kaum etwas läuft. Und perfekt und/oder profitabel muss in diesen Stunden sowieso gar nichts sein, sonst gäbe es ja auch nicht andauernd etwas zu verbessern ...

Die Ergüsse meiner Freizeit lassen sich bei meiner ersten veröffentlichten Erzählung Porzellan bestaunen, die bald auch als selbst verfasstes Hörbuch im Handel zu haben ist!

Übrigens: mehrere Hobbys schaden auch nicht. Wir haben ja noch unsere Wellensittiche! Von denen geben wir aber keinen ab. Statt dessen sitze ich nun morgens an einer "Sittich-Saga"...

Einen herrlichen Mai voller privater Interessen wünscht Ihnen

Ihre Heilpraktikerin Christina Corente

Nachricht im April

Null problemo mit den dreien vom Balkon

Fest versprochen: damit diese Kräuter bei Ihnen wachsen, braucht niemand einen grünen Daumen oder aufwändig viel Zeit zu investieren. Im Gegenteil - fast scheint es mir, als ob die Pflänzchen nahezu unbeachtet sogar um so besser gedeihen!

Da wäre zum einen der Gartenbasilikum, den es mittlerweile in fast jedem Gartencenter zu kaufen gibt (übers Internet sowieso). Also gut, seine Blätter sind dem zarten, hellgrünen Supermarktbasilikum nicht sehr ähnlich, sondern dunkelgrün und von eher fester, etwas gummiartiger Struktur. In dieser Zeit, wo wir alle ein wenig anspruchsloser werden wollen, passt er aber bestens hinein. Sehr klein geschnitten bereichern seine Blätter jedes Tomatengericht und geschmacklich hält er allemal mit. Wenn Sie sich nach dem Genuss frischer und munterer fühlen, ist das kein Zufall, Basilikum jeder Couleur kann das!

Zuweilen wird sogar beklagt, wie sehr der Gartenbasilikum auf Balkon und Terrasse wuchert, aber wer sich über die wunderhübschen und grazilen lila Blütenstängel den ganzen Sommer über freut, sind die Bienen! Schon deswegen kann ich seine Ausbreitung nicht kritisch sehen.

Und eine natürliche Grenze bilden die winterlichen Temperaturen. Wem der Gartenbasililkum ans Herz gewachsen ist, der kann versuchen, ihn im Treppenhaus oder auf dem Fensterbrett durch den Winter zu bringen, was leider nur manchmal gelingt. Ansonsten kauft man ihn eben in jedem Frühjahr neu.

Locker draußen überwintern, kann hingegen die Zitronenmelisse. Den einzigen Fehler, den man bei diesem Kräutlein machen kann, ist, es zu reichlich zu gießen, dann kriegen die knallgrünen, leicht behaarten Blätter leicht faulige, braune Stellen. Gesund ist es dagegen äußerst appetitlich und riecht frisch und unverwechselbar. Egal, ob als Tee genossen, klein geschnippelt im Salat oder als Badezusatz in einem alten Strumpf ins Wasser gehängt, ist die Wirkung auf uns Menschen immer dieselbe. Zitronenmelisse beruhigt zuverlässig, erst recht gestresste und überforderte Gemüter!

Bemerken Hitzköpfe, dass die Zitronenmelisse bei ihnen besonders gut wächst, so ist das vielleicht auch kein Zufall. Seit alters her sind unsere Beziehungen zu den Pflanzen unserer Umgebung viel- und wechselseitiger, als wir das in unseren Zuständen der Dauerskepsis oft annehmen. Das wollen Sie partout nicht glauben? Dann informieren Sie sich doch einmal über die Brennnessel, die bevorzugt an Stellen wächst, wo Mensch und Tier sich erleichtern. Anders herum ist Brennnesseltee mit seiner entgiftenden, ausspülenden Wirkung eins unserer besten Mittel für eine Frühjahrskur. Wenn das keine Symbiose ist...

Der heimliche König in unseren Kräutertöpfen, der im Grunde weder Pflege noch Loblieder nötig hat, ist zweifellos der Salbei. Völlig unscheinbar und fast vergessen wächst er knallhart auch über jeden noch so harten Winter (könnte ja doch noch manchmal kommen...) zu einem knorrigen Minibäumchen heran. Von Schnee bedeckt, soll sich das Aroma seiner Blätter sogar noch verfeinern. Kochfaule können mit seinen klein geschnittenen Blättern jederzeit Spaghetti mit Pinienkernen anbraten, ein herrliches Sommergericht. Kalter (!) Salbeitee wirkt übrigens leichten bis mittelschweren Schwitzanfällen und Hitzewallungen entgegen. Und unter Medizinern des Mittelalters kursierte der Spruch "wie jemand bloß sterben könne, der Salbei in seinem Garten hat". Spätestens das outet ihn doch als Menschheitsfreund, der anscheinend kaum eine Gegenleistung von uns braucht.

Das sind uns doch die liebsten, finden Sie nicht auch? Kommen Sie gut durch diesen April mit all seinen Überraschungen, an die wir uns nun schon fast gewöhnt haben.

Grüße von Ihrer Heilpraktikerin Christina Corente

Nachricht im März

Abwarten und Tee trinken - heute aktueller denn je!

Als würden zwei Jahre Pandemie nicht reichen, fährt uns dieser Tage der Schrecken des Krieges in die Knochen. Das macht Angst und was für welche.

Bevor jetzt aber jeder Taler in die Aufrüstung fließt, mache ich schnell mal Werbung für beruhigenden Kräutertee. Der ist nämlich auch ein bewährtes Mittel, zumindest gegen die Angst, den Schrecken und die grassierende Schlaflosigkeit derzeit.

Schmackhafter Spitzenreiter ist hier die Passionsblume. Ihr grüngelbes Kraut harmoiniert schon rein optisch gut mit dem sonnengelben, stimmungshebenden Johanniskraut, der dunkler grünen, nierenschonenden Goldrute und Rosenblättern, die neben der versprochenen Ruhe noch schön duften und toll aussehen.

Wenn Sie alles einzeln im Kräuterladen oder in der Apotheke erwerben, machen Sie sich mit dem Zusammenmischen bloß nicht verrückt. Variieren Sie alles, wie Sie es haben möchten und notieren Sie einfach, was Ihnen besonders gut schmeckt. Ihre ganz spezielle Mixtur macht sich am besten in einer ansprechenden Teedose, dazu noch ein edles, kleines Gedeck, so zaubern Sie jedes Mal eine kleine Zeremonie herbei, die Sie gleich friedlicher werden lässt.

Zudem können Sie mit einzelnen Kräuterpackungen im Hintergrund einfach den Schwerpunkt verschieben, für das, was Sie mit Ihrem Teegenuss erreichen möchten. Hinter dieser etwas kryptischen Formulierung verbirgt sich einfach der Tipp, dass sich z.B. Rosenblätter auch für ein Heißgetränk nutzen lassen, dass vor viralen Erkältungskrankheiten schützen kann, (die ja zur Zeit durchaus auch noch Thema sind). Eine gute Ergänzung wären hier leuchtend gelbe Ringelblumenblätter (Achtung, bitte keine Blütenböden, die schmecken bitter!), wieder grüne Goldrute und vielleicht Christrose (Cistus), die in dem Ruf steht, die Schleimhäute besonders zu schützen.

Haben Sie das Gefühl, es hat Sie bereits erwischt, können Lindenblütenblätter und Honigkraut ausgleichend wirken und wie der Name vermuten lässt, dem Ganzen eine süßliche Geschmacksnote hinzufügen. Da Lindenblüten die Hormonlage beeinflussen können, finden sie auch Platz in beruhigenden Tees. So schließt sich der Kreis.

Übrigens: Tee sind immer eine schöne Grundlage für sogenannte Urtinkturen, z.B. von Ceres. Johanniskraut oder etwa Safran lassen sich so in Tropfenform zufügen. Gleiches gilt für Schüsslersalze wie das krampflösende Magenesium phosphoricum (Nr.7), von dem sich fünf bis zehn Tabletten ganz leicht in einer Tasse Tee auflösen lassen oder Kügelchen (Globuli) wie von dem den Schlaf unterstützenden Helmkraut (Scutellaria) in der Potenz D6. Morgens, mittags, abends eine Tasse und das drei Wochen lang - schon haben Sie sich eine Kur verordnet.

Die beste Art aufzurüsten, wie ich finde. Bleiben Sie gesund und munter oder werden Sie es ganz schnell wieder!

Grüße von Ihrer Heilpraktikerin Christina Corente

Nachricht im Februar

Allerlei Ängste - und so hilft die Homöopathie!

Der bewährte Homöopath Dr. Markus Wiesenauer, den ich im letzten Monatsbeitrag zitiert habe, hat mich auch zu dem Thema dieses Monats inspiriert. Ich habe seine Ratschläge schon während meiner redaktionellen Arbeit verfolgt und seinerzeit in der eigenen Anwendung hier und da für sehr nützlich befunden. Deshalb soll es auch bei dem heutigen hochaktuellen Beitrag über Ängste um seine Empfehlungen gehen.

Praktisch für Selbstanwender*innen sind die D-Potenzen (die D6 nehmen Sie dreimal täglich ein, eine D12 zweimal am Tag), zu denen Wiesenauer gemeinhin rät. Sie nehmen die Kügelchen damit zwar häufiger ein als höhere Potenzen, aber dafür erhalten Sie sie meist umstandslos in jeder Apotheke, genau wie viele seiner verordneten Mittel zum pharmazeutischen Grundstock zählen. Das erlauben sich die Apotheken bei den bewährtesten Mitteln, die in der Regel noch weggehen wie warme Semmeln. Bei seltener verordnenden Arzeneien empfielt es sich, telefonisch zu bestellen. Das spart Ihnen einen Gang dorthin.

Wieder das Wichtigste in Kürze:

Wem Ängste und Sorgen derzeit den Schlaf rauben, probiert es bei permanenter Unruhe und Herzrasen mit Aconitum in der Potenz D12, ständig überdrehten Menschen kann Coffea in der D12 helfen. Die meisten Patient*innen berichten derzeit darüber, schlecht einzuschlafen und dann auch noch mehrmals während der Nacht aufzuwachen. Versuchen Sie es in diesem Fall mit Scutellaria in der D6, das Sie doch eher telefonisch vorbestellen sollten.

Wer immer wieder über Verspannungen am ganzen Körper klagt, die sich mitunter auch nach der Behandlung schnell wieder einstellen, probiert es wiederum mit dem bewährten Bryonia, dieses Mal in der D12. Wenn Sie spüren, dass Sie unter all der Anspannung aggressiv zu werden drohen und zu schnell aus der Haut fahren, nehmen Sie Chamomilla in der D12 ein. Werden Sie jähzornig bei Kritik und schlägt Ihnen das auf den Darm, kann Lycopodium helfen, ebenfalls in der D12. Und kennen Sie es schon, dass Sie auf Streitereien mit Bauchweh reagieren, ist Colocynthis in der D12 wahrscheinlich ein passendes Mittel.

Spüren Sie den Stress vor allem an häufigem Kopfweh und daran, dass Ihnen schnell die Knie zittern, käme Gelsemium in der D12 in Betracht. Müssen Sie oft zur Toilette und neigen zu Durchfällen, wäre Argentum nitricum in der D12 geeignet. Und wer aus dem psychischen Tief kaum noch herausfindet, dem kann Cimicifuga in der D12 helfen. Wie stets gilt: Nicht zu lange selbst herumdoktern! Sie geben dem Mittel über ein paar Tage eine Chance und wird es dann nicht besser, suchen Sie einen Arzt auf.

Ach ja - weil es immer wieder heißt, wie viele Kügelchen denn?, hier die Empfehlung pro Einnahme: Drei Globuli sollten es sein, alles über fünf Kügelchen muss nicht sein, schadet aber auch nichts, wenn der Spender zu viel hergibt.

Mehr Tipps finden Sie hier: Link zum Beitrag bei Praxisvita

Grüße von Ihrer Heilpraktikerin Christina Corente